@liliane
So nun komme ich endlich zum Antworten, sorry für die Verspätung.
Erstmal vielen Dank für Dein Posting und Deine Erklärungen.
Vor Allem die Formel finde ich sehr interessant. Man lernt immer wieder was dazu

Nein, ich bin sicherlich nicht „eingeschnappt“ über Deine Gedanken zu meinem Posting. Schliesslich geht es hier im Forum genau darum, seine Meinung zu äussern und Erfahrungen auszutauschen…
Einerseits meine ich mit der Entwicklung das Getreidefreie TF, andererseits aber auch die Reduzierung der Kohlenhydrate im TF. Wichtig festzuhalten ist Dein Argument, dass Kohlenhydrate nicht „nur“ Getreide sind. Was natürlich wirklich zu Trugschluss führt.
Kohlenhydrate bleiben Kohlenhydrate, bin ich vollkommen Deiner Meinung. Bei Deiner genannten Deklaration sprechen wir vom Acana Grasslands, welches nach Deiner Formel rund 25.5% Kohlenhydrate enthält. Was natürlich Hoch ist, aber dennoch bereits eine Verminderung der meisten erhältlichen TF-Marken. Einerseits werden also Kohlenhydrate ersetzt, andererseits aber auch vermindert…
Deinem Vorschlag habe ich folge geleistet, und wenn ich richtig gerechnet habe, so gelten folgende Werte:
- Beim
Orijen Cat & Kitten liegt der Kohlenhydrat-Wert bei
18%. (Neuste Rezeptur)
- Beim
Applaws Hühnchen rund 13%. (Deklaration des Hersteller’s =
<15%)
ÜBRIGENS BEIM:
Royal Canin Uranary /Urolithiasis (Struvit / Oxalat)
31.8 % ! )
(Der Hersteller verspricht Auflösung von Struvit-Harnsteinen.)
Und dies bei einem Kohlenhydrat-Anteil von 31.8% ? ? ?
Ein TF wird wohl niemals das Traumergebnis von 3-5% aufweisen. Aber wir sehen dennoch, dass eine deutliche Verminderung erreicht wurde. Im Bericht sprechen wir von 40% Kohlenhydrat-Anteil. In dieser Zeit, ist es doch gelungen den Anteil um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Ich würde deshalb schon meinen, dass sich der Markt zum Besseren entwickelt hat. Das ist eigentlich das, was ich mit meiner Aussage meine…
Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, dass es zwischenzeitlich wirklich TF-Marken gibt, welche einen geringeren Anteil Kohlenhydrat haben als diese im Bericht genannten 40%.
Da der Anteil um mehr als die Hälfte reduziert werden konnte, profitieren meiner Ansicht nach nicht nur diejenigen Büsi welche unter Allergien leiden, sondern auch alle Andern.
Wir sind uns hier sicher alle Einig, je weniger Kohlenhydrate desto Besser
Schlussfolgerung: Die Kohlenhydrate wurden nicht nur einfach aus anderen Quellen gewonnen, sondern konnten auch deutlich vermindert werden.
Zu meiner Aussage von: „
jedoch gibt heute gutes TF, welches meiner Meinung (ergänzend zum NF) bedenkenlos gefüttert werden kann.“
Ich spreche hier nicht die Fütterung von 50:50 an, sondern ergänzend zum täglichen Bedarf an NF, bzw. Rohfutter. Ca. im folgenden Verhältnis: Rohfutter 20% / 70% Nassfutter / 10% Trockenfutter.
Diese 10% Trockenfutter entsprechen etwas 10g/Tag. Wobei hier die Katze rund 30ml Flüssigkeit zu sich nehmen muss. Da Morgens und Abends das NF auch noch mit etwas Wasser angereichert werden kann, denke ich, dass man hier der entsprechenden Flüssigkeitsaufnahme gerecht wird.
Nun kommt vermutlich folgende Frage:
Warum noch 10% TF füttern?
Die ad-libitum-Fütterung hat auch Vorteile. Die Katze kennt keinen Tag-Nacht Rhythmus und ist von Natur aus gewohnt, mehrere Kleine Mahlzeiten(10 – 20), innerhalb von 24 Stunden zu sich zu nehmen. Es entspricht demnach eher der natürlichen Futteraufnahme.
Eine Studie zeigt ebenfalls den Einfluss der Fütterungshäufigkeit auf den Harn-pH. (Siehe PDF).
(Quelle: Skript für Studierende der Veterinärmedizin an der Universität Zürich / Prof. Dr. M. Wanner / Institut für Tierernährung.)
Der Harn-pH liegt somit konsequent in einem stabilen und gewünschten Bereich zwischen 6 und 6.5, welches ideale Werte sind für gesunde Katzen. Ein Wert < 7 ist gesund und beugt Harnwegsinfektionen vor. Ein zu alkalischer Urin bei Katzen (Harn-pH - Wert >7), begünstigt hingegen die Bildung von Harnsteinen.
Es ist mir bewusst, dass sich nicht jede Katze für ad-libitum Fütterung eignet. Viele essen gerne mehr als erwünscht davon, und viele haben schon mit Harnwegserkrankungen zu kämpfen.
Schlussfolgerung:
Nicht nur der %-Satz Kohlenhydrate und Art der Fütterung (Trocken oder Nass), sondern auch die Fütterungshäufigkeit nehmen Einfluss auf den pH-Wert.
Ich finde es wichtig, dass man alles in Betrachtung nehmen sollte, und nicht nur einer „Sache“ die Schuld an Harnwegserkrankungen geben kann. Jede Katze ist auch wiederum verschieden in seiner Art, und es sollte daher jeder selber herausfinden mit welcher Fütterungsmethode der stabile und gesunde ph-Wert erreicht werden kann. Schlussendlich geht es uns allen um dasselbe Ziel:
Nämlich Harnwegserkrankungen zu vermeiden, und unsere Fellnasen möglichst Gesund zu halten
Liebe Grüsse,
Mira