michaela Frau Admin

Anmeldedatum: 18.05.2006 Beiträge: 13925 Wohnort: züri oberland / wallis
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Verfasst am: 23.10.2007, 10:14 Titel: katzenseuche in der schweiz |
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hallo foris
hab gerade diese mail zugeschickt bekommen
zitat:
Liebe Katzenfreunde
Wir müssen Euch leider mitteilen, dass ich den letzten Wochen in der
Schweiz einige Katzen an feliner Panleukopenie (feline Parvovirose oder
Katzenseuche) erkrankt und zum Teil auch gestorben sind. Diese Fälle
betreffen verschiedene Regionen (Kanton Zürich, Innerschweiz, Region
Basel), sowohl Bauernhofkatzen wie auch Rassekatzen und - das ist besonders
Besorgnis erregend - es sind Katzen trotz gültiger Impfung erkrankt (Verschiedene Impfstoffhersteller ). Es ist anzunehmen, dass sich ein Stamm des Virus mutiert (verändert) hat und daher die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz mehr gewährt.
Wir sind der Meinung, dass wir alle diese neue Bedrohung ernst nehmen
sollten und wollen daher über das Virus, die Krankheit und über sinnvolle
Massnahmen so gut wie möglich info rmieren.
Das Parvovirus ist ein äusserst resistentes Virus: auf kontaminierten (mit
Viren verunreinigten) Flächen kann es bis zu einem Jahr überleben und
infektiös bleiben. Es kann nicht nur von Tier zu Tier direkt übertragen
werden, sondern auch mittels kontaminierten Gegenständen (Schuhe, Kleider)
von einem Ort zum anderen verschleppt werden. Aus diesem Grund können auch
reine Wohnungskatzen, die nie Kontakt zu anderen Tieren haben, von der
Krankheit betroffen sein. Die meisten gängigen Desinfektionsmittel vermögen
das Virus nicht zu neutralisieren. Zu den gegen das Virus wirksamen
Substanzen zählen Natriumhypochlorit, Formaldehyd und Glutaraldehyd (z.B.
Virkon-S, kann durch den Tierarzt bezogen werden).
Die Symptome der Krankheit können sehr verschieden sein. Neben dem
Auftreten starker, oftmals blutiger Durchfälle kommt es zu einer starken Abnahme weißer Blutkörperchen (Leukopenie) und damit einer Verminderung der
Abwehrfähigkeit der Katze. Die betroffenen Tiere zeigen zudem häufig
Mattigkeit, Fressunlust, Dehydratation (austrocknen) , Fieber und Erbrechen.
Die Todesfallrate bei der Katzenseuche ist leider sehr hoch. Die Tiere
haben oft nur mit einer frühzeitig einsetzenden Intensivtherapie eine
Überlebenschance.
Das Virus kann relativ einfach im Kot nachgewiesen werden. Im Verdachtsfall
(z.B. unerklärlicher Durchfall) sollte ein solcher Nachweis vom Tierarzt
durchgeführt werden. Bei einem positiven Befund muss das erkrankte Tier
zunächst stabilisiert werden. Dazu sind meistens Infusionen nötig um eine
Austrocknung zu verhindern. Um bakterielle Infektionen zu vermeiden, muss
ein Antibiotikum verabreicht werden. Das Virus selbst kann durch Interferon
bekämpft werden.
Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. In einer Gruppe können nur
einzelne Tiere erkranken. Kitten sind durch die Kolostralmilch in den
ersten Wochen geschützt. Nach acht wochen sollten sie aber geimpft werden.
Selbst nach überstandener Krankheit ist noch Vorsicht geboten, denn
genesende Katzen können das Virus noch bis zu sechs Wochen ausscheiden.
Wir empfehlen im Moment folgende Massnahmen:
- Bei allen Katzen die Impfintervalle genau einzuhalten: die Kitten
sollten zweimal Grundimmunisiert werden und danach Jährlich geimpft werden.
(die Impfung ist immer noch der beste Schutz!)
- Gefährdete Kitten dreimal Grundimmunisieren
- In Verdachtsfällen vom Tierarzt einen Parvovirus Nachweis
verlangen.
- Erkrankte Tiere separieren und sofort intensiv therapieren.
- In befallenen Beständen sollte man eine passive Immunisierung mit
passiven Hyperimmunseren (z.B. Feliserin) in Betracht ziehen. Dabei werden
spezifische Antikörper, die in diesem Fall bei Pferden hergestellt werden,
auf Katzen übertragen.
- Einhaltung strikter Hygienemassnahmen, um die Weiterverbreitung
des Erregers möglichst zu verhindern.
- Geeignete Desinfektionsmittel verwenden.
Sobald wir über neue Informationen zu den aktuellen Fällen der Katzenseuche
verfügen, werden wir diese auf unserer Homepage ( http://www.q- cat.ch )
veröffentlichen. Wer eine sehr umfassende Studie über feline Panleukopenie
lesen möchte, findet diese ebenfalls auf der Homepage ( http://www.q- cat.ch ), eine im Jahre 2004
eingereichte Dissertation:
Mit freundlichen Grüssen
Das Q'Cat Team _________________ Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt -
durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.
E.M. Hemingway |
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