Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

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Sibylle24
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Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#1 Beitragvon Sibylle24 » 03.04.2019, 13:40

Hallo ihr Lieben

Gerne wüsste ich, wieviel Trockenfutter ich meinen beiden Maine Coons geben soll.
Möchte mich aber nicht auf eine Nass- und Trockenfutterdiskussion einlassen. Es ist so wie es ist und hat so für mich seine Berechtigung.

Nun zu den Fakten:
Als ich das letzte Mal bei der Tierärztin meiner Wahl war, meinte diese, dass die beiden Katzen eher oberhalb von ihrer Gewichtsklasse seien. D.h. sie sind nicht zu dick, sollten aber auch nicht mehr zunehmen. Ich soll daher die Trofu Ration halbieren um das Gewicht zu halten. Sie hätten je 500g zugenommen in einem Jahr.

Zu den Katzen (Wohnungskatzen!):
Maine Coon Kater kastriert, 7 Jahre, 8,2 kg
Maine Coon Katze kastriert, 7 Jahre, 6,1 kg

Nun zur Frage:
Wenn ich das Trofu halbiere (nach Rat der Ärztin) bekommen beide Katzen zusammen nur noch 70g Trofu. Aufgeteilt in drei Mahlzeiten.
Trofu: Purizon sterilised
Plus: 70g Nafu pro Katze/ pro Tag - wobei die beiden Coonies nie alles Nafu fressen (maximal 50g Nafu/Katze).
Aufgeteilt in zwei Mahlzeiten. Sie mögen Nafu aber verschlingen es definitiv nicht.
Nafu: Schesir, Applaws, almo nature, catz finefood

Leckerli: gibt es einmal täglich - 5 trockene Thunfischstückli (Thrive) pro Katze.

Sie miauen und betteln seit der Umstellung grauenhaft. Ich finde das schon etwas wenig Futter. Oder nicht? Was meint ihr dazu?

Besten Dank für eure Hilfe. :a4

Dinah15
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Re: Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#2 Beitragvon Dinah15 » 03.04.2019, 15:28

Hallo

Also ich weiss ja nicht wie gross deine Main Coons sind, aber die sind ja in der relativ gross und bringen dementsprechend ein anderes Gewicht auf die Waage, als zum Beispiel meine Feld-Wald-Wiesen-Tiger.
Würde mal behaupten, dass der mit 8.2 kg eher an der oberen Grenze liegt, aber nicht in dem Sinn übergewichtig :a2 .

Vielleicht mal vorerst nicht grad die Portion halbieren, sondern dreivirtel der vorherigen Portion über den Tag verteilt... das ist dann nicht so eine krasse Umstellung für die beiden. Und Du siehst ja schnell ob`s zu viel oder zu wenig ist und dann nochmals anpassen musst. Bei uns ist ja auch nicht so einfach, da macht man Diät und hat dann die schlimmsten Gelüste ever... :lach .

ich fütter meine beiden ca. 90% Nassfutter und 10% TroFu, wobei die eine lieber Nass und die andere lieber TroFu hat :a14 , so sind halt auch bei denen die Geschmäcker verschieden.

Gibts Foto`s den beiden? Ich finde Main Coons echt cool.

Schönen Tag :a24

Nijos
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Re: Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#3 Beitragvon Nijos » 03.04.2019, 16:42

Hallo

Mir scheint 8Kg nun nicht sehr hoch für diese Rasse, kann das aber nicht beurteilen.

Zuerst mal: Trockenfutter macht eher dick als Nassfutter. Meine haben NF und TF immer zur Verfügung.

Zwei von meinen vier nehmen über den Winter extrem zu und während den wärmeren Monate sind sie Hungerhaken.

Vorausgesetzt sie bekommen durchschnittlich genug Alleinfuttermittel zu fressen und somit genug Mineralien und Vitamine etc., mache ich das so (dann braucht man das Rohfleisch nicht zu supplementieren, a la BARF):

Rohfleisch zwischendurch, d.h. mageres Fleisch in Ragout-Grösse, wo sie länger brauchen um es zu kauen und sie werden satt. Für die Trockenfutter-Liebhaber gibt es dann getreidefreies, mit hohem Fleischanteil, oder welches das sie nicht so mögen (oder mit dem Lieblings-TF vermischen). Damit reduziert sich die gefressene Menge automatisch. Sie haben genug zu fressen und müssen warten bis es von allem frisches gibt (auch vom Lieblinsfutter). Natürlich werden sie nach besserem Futter drängeln, aber es gibt nicht mehr, denn wenn sie Hunger haben, haben sie ja. Damit konnte ich diesen Winter dises Problem aus der Welt schaffen, ganz ohne Diät.

Du kannst natürlich sagen, dass weniger Futter das gleiche Resultat erzielt. Ich glaube nicht, denn weniger Futter bedeutet Mangel. Immer genügend Futter bedeutet ich entscheide, ob ich fressen will, respektive wirklich Hunger habe.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich eine KERN-Waage besitze (bis 15Kg) die auf +/- 50 Gramm genau misst. Auf die Plattform lege ich eine Kartonbox, wo alle darin leicht Platz finden und ich kann das Gewicht ablesen. Das mache ich alle drei Monate oder bei Bedarf, um die Dosis von Medikamenten zu bestimmen, wenn nötig. Ich möchte diese Waage nicht mehr missen.

Sibylle24
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Re: Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#4 Beitragvon Sibylle24 » 03.04.2019, 21:29

Wow besten Dank für eure Antworten.

Das finde ich eine ganz gute Idee - das weniger gern gefressene Trofu mit dem heissgeliebten Trofu zu mischen.
Uch wünschte ich hätte die Beiden von Anfang an mit Nafu gefüttert, dann wäre alles einfacher und auch viel gesünder.
Danke für den Tipp mit der Waage - an so etwas habe ich noch gar nie gedacht. Naja man lernt immer wieder dazu :br

Und ohhh ja diese ewigen Gelüste kenne ich nur zu gut - und grnau deshalb, weil ich auch gerne „fresse“ fällt es mir so schwer die Tiere auf Diät zu setzen. Aber da müssen wir wohl durch :a36

Nijos
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Re: Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#5 Beitragvon Nijos » 04.04.2019, 17:58

Die Gewichtsredukion ist nicht dringend, also lass dir Zeit.

Wenn meine zu viel an Gewicht verlieren (Sommer), bin ich wieder grosszügiger. Einer meiner TF-Liebhaber frisst inzwischen 50% NF (wenn er es mag) und wenn das TF nicht mundet. Das kann aber 1-2 Jahre dauern.

Da bis jetzt zwei meiner Kater zwischen Winter und Sommer Gewichtsschwankungen von mehr als 1Kg aufweisen und dadurch die Medikamentengabe/Parasitenbehandlung anders berechnet werden muss, wiege ich sie vorher, um die Dosis zu bestimmen. Alles wird fein säuberlich notiert und kein TA kann mir etwas anderes erzählen (TA haben keine bessere Waage, sonst müsste man die Waage regelmässig kalibrieren lassen und das ist in diesem Fall nicht nötig und sehr teuer).

Carola
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Re: Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#6 Beitragvon Carola » 23.04.2019, 02:17

Hallo,
ich habe 1 Maine-Coon und 1 Main-Coon-Mix mit je 8,3 und 8,0 kg. Bei unkastrierten Main-Coon-Katern kann das Gewicht durchaus um die 10 kg liegen.
Mein Main-Coon war noch nie zu dick, er frisst einfach nur, was er offenbar braucht, mein Mix ist dagegen verfressen wie eine Kuh und schaufelt alles rein, was er findet.
Sobald man mehr als 1 Katze und dazu noch mit unterschiedlichen Fressgewohnheiten oder -Vorlieben hat, wird es schwierig...
Dazu kommt, dass TF eben auch wichtig ist, um Zahnstein vorzubeugen, also nur das eine oder das andere ist eben auch nicht allein das Wahre, man muss einen gesunden Mix herausfinden.

Als mein Mix mal im Winter definitv zu dick wurde habe ich das TF auf Light umgestellt, das fressen beide gerne. Ich bevorzuge ebenfalls trotzdem NF, aber mir wurde die Sklaverei definitv zu viel, welches NF sie nun grade mögen oder wieder nicht. Seit ich hier konsequenter bin, morgends und abends NF, entweder sie mögens oder eben nicht oder wenigstens einer von beiden frisst es dann irgendwann doch noch, habe ich ein leichteres Leben!

Die Quengelei kommt noch ab und zu vor, ist aber Gewohnheitssache und bei Katzen dauert es sehr lange, bis sie einsehen, Frauchen lässt nicht mehr mit sich reden...;)
aber die Lösung ist wirklich, einfach stur bleiben! ;)

Und keine Katze verhungert freiwillig!!!! Liegt oftmals nur an uns...;)

LG, Carola

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Re: Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#7 Beitragvon Jinushka » 25.04.2019, 19:54

Hallo

Ich bin der Meinung, dass man, wie beim Menschen auch, nicht einfach nur das Gewicht als Zahl allein anschauen kann, das kommt ja doch auch sehr auf die Grösse an. Und grad langhaarige Katzen sind halt schwer einzuschätzen... ich würde mir da auch nicht zuuu viele Gedanken machen, ob die jetzt 100g mehr oder weniger haben... ich hab meine eigentlich immer nur auf der Menschenwaage gewogen.

Die Umstellung auf Nafu finde ich eine sehr gute Idee. Ich kann nicht verstehen wieso sich dieses "Futter rationieren", "nur die Hälfte geben" etc so hartnäckig hält, die meisten Katzen fressen soviel sie brauchen, und wenn man das Futter einfach halbiert, halbiert man ja auch die Menge an Vitaminen und Mineralien etc. welche die Katze ja trotzdem benötigt. Ich hab oft den Eindruck, je weniger eine Katze kriegt, desto gieriger fressen sie und desto weniger können sie selber Mass halten.

Dazu kommt, dass TF eben auch wichtig ist, um Zahnstein vorzubeugen,

dem möchte ich definitiv widersprechen. Das wurde von Tierärzten und Futterindustrie lange so behauptet, stimmt aber einfach nicht. Trofu wird entweder "am Stück" geschluckt oder ein-, zweimal verbissen, von wirklich kauen ist da leider nicht viel... Dafür entstehen Krümel, die im Mund bleiben und wiederum eher schlecht für die Zähne sind. Wer etwas gegen Zahnstein (der leider in erster Linie von der genetischen Disposition abhängt...) oder für die Kaumuskulatur der Katze tun will, sollte ihr eher mal ein Stück rohes Fleisch oder einen Hühnerhals o.ä. zum drauf rumkauen geben. Trofu ist eher wie Kekse für Menschen, wirklich kauen muss man nicht und die Krümel bleiben in den Zähnen zurück... Deshalb ist Trofu für mich nur als Leckerchen oder zum Spielen wirklich gut, füttern würde ich das so wenig wie möglich.

liebe Grüsse
Andrea
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Re: Trockenfuttermenge - Gewicht behalten

#8 Beitragvon Carola » 25.04.2019, 23:36

Hallo Andrea,
vielen Dank, wieder was gelernt... :a4
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt, ich schaue bei meinen Katzen nie aufs Gramm, gewogen werden sie ausschliesslich beim TA zu seiner allgemeinen Statistik, aber wenn eine Katze definitiv zu dick ist, sieht man das ja auch ohne Waage oder ;) Und mein Mix war mal nach einem Winter definitiv zu dick, wobei wir das nun wieder im Griff haben. Die Aussagen vom TA "Idealgewicht" oder nicht, sind für mich wirklich nebensächlich!
Aber mit FDH meine ich nicht einfach nur die Futterration zu halbieren, sondern vor allem nicht ständig nachzufüllen, sobald irgendwo leer ist. Ich hatte inzwischen genug Katzen und davon waren leider nicht alle so vernünftig genug und haben nur soviel gefressen, wie sie brauchen, sondern es hatte einige wirklich verfressene Kerle dabei, die einfach gefressen haben, solange es hatte. Ausserdem war ich es leid, ständig wissen zu müssen, welche Dose sie grade mögen, ob Fleisch oder Fisch morgends, mittags oder abends angesagt ist.
Mit dem Trofu bin ich also offenbar einer Legende aufgesessen, aber das macht nichts, ich habe das Trofu schon seit langem als Dickmacher in Verdacht, deshalb habe ich schon lange auf eine Light- Version umgestellt und versuche das Trofu zu reduzieren und das Nassfutter zu erhöhen. Aber es braucht gute Nerven dazu... :a10

Dass gute oder schlechte Zähne eher mit der genetischen Veranlagung zu tun haben als mit dem Futter, sehe ich ein, wurde mir auch vom TA so gesagt, denn mein Main Coon hat schon einige Zähne verloren und muss regelmässig zum Zahnsteinentfernen, während der Mix noch nicht einmal Probleme mit den Zähnen hatte. Trotzdem rät mir mein TA immer wieder zu Trofu und sagt, dies beugt Zahnstein vor..., und im allgemeinen denkt man aber doch, der TA weiss Bescheid, oder? :(((

Liebe Grüsse und nichts für ungut, danke für deine Korrektur!
Carola


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